Alfred Grefen

Der Autor studierte Betriebswirtschaftslehre in Göttingen und Köln und war zunächst Leiter des Führungsstabes der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe AG, bevor er 1978 zum Werkleiter der Hafen- und Bahnbetriebe Krefeld gewählt wurde. Weiterhin ist er Mitglied in verschiedenen Ausschüssen, u. a. des Bundesverbandes öffentlicher Binnenhäfen (BÖB), des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der Vereinigung Kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) und vieler Gremien der Verkehrswirtschaft.

Industrie- und Handelshafen - flexible Drehscheibe in zentraler Lage



Containerumschlag im Krefelder Hafen.


Die Hafen- und Bahnbetriebe der Stadt Krefeld sind ein wirtschaftliches Unternehmen der Stadt und werden als Eigenbetrieb geführt. Die Hafenbetriebe bestehen aus dem Uerdinger Ufer, dem Krefelder Ufer im Stadtteil Linn sowie aus den Flächen der Hafenerweiterung im Bereich Gellep Stratum. Neben dem Handelshafenbereich ist der größere Teil als Industriehafen konzipiert, das heißt, Grundstückstiefen bis zu 400 Metern ab der Uferkante ermöglichen Produktion, Be- und Verarbeitung in unmittelbarer Nähe zur gleis- und wasserseitigen Infrastruktur. Als Industrie- und Handelshafen bietet der Rheinhafen Krefeld großzügige Ansiedlungsmöglichkeiten und ist als modernes Verkehrsunternehmen flexible Drehscheibe in zentraler Lage zu allen nationalen und europäischen Produktions- und Absatzgebieten; er liegt zwischen Rheinkilometer 762,1 und 766,3.




Straff organisierte Betriebsabläufe, kurze Wege und vorteilhafte Konditionen kennzeichnen das Dienstleistungsangebot des Krefelder Rheinhafens.


Der Rheinhafen Krefeld verfügt über eine Wasserfläche von rund 600.000 m2 und 11,4 km Kai- und Uferlängen. Mit derzeit zwei Kränen und einer Kranbrücke. die in städtischem Eigentum stehen, werden rund 10 % des Umschlages abgewickelt; der größte Teil des Umschlages wird von ansässigen Unternehmen mit eigenem Umschlaggerät ausgeführt. Darüber hinaus wurde 1999 ein den neuesten Anforderungen entsprechender trimodaler Containerterminal von den Hafen- und Bahnbetrieben errichtet, der von einer privaten Gesellschaft betrieben wird und über eine Kranbrücke mit 40 Tonnen Traglast sowie über 4.200 m2 betonierte und grundwasserdichte Lagerfläche mit Platz für 1.000 TEU verfügt.

Durch seine verkehrstechnisch günstige Lage direkt am Strom mit 250 Metern Kaimauer werden Wartezeiten für Containerschiffe vermieden. Das Hafengebiet umfasst rund 500 Hektar. Die ausgebaute Uferlänge für Umschlagzwecke beträgt 7,1 Kilometer, davon stehen 2 Kilometer für Kranumschlag bereit. Als eine der zukünftigen Investitionsmaßnahmen ist der Bau weiterer Spundwände geplant.




Der Hafen verfügt über eine Wasserfläche von rd. 600.000 m2..





Darüber hinaus stehen im Krefelder Hafen insgesamt 145.500 m2 Lagerflächen zur Verfügung, von denen 13.500 m2 Freilagerflächen und 132.000 m2 überdachte Lagerflächen sind. Für die Lagerung von Flüssiggütern können 50.300 m3 Tankräume genutzt werden. Die Kapazität der vorhandenen Bunker und Silos beträgt 125.000 Tonnen.Flexibilität, straff organisierte Betriebsabläufe, kurze Wege und vorteilhafte Konditionen kennzeichnen das Dienstleistungsangebot des Krefelder Rheinhafens. Das Angebot umfasst Verladeanlagen für Flüssiggüter, Flüssiggase, Getreide und Futtermittel, Förderbandanlagen, Sackverladeanlagen und Anlagen für den problemlosen Schwergutumschlag.

Eine optimale, zeitlich unabhängige Versorgung sichern die unternehmenseigenen Eisenbahnen - Städtische Eisenbahn Krefeld und Krefelder Indus- triebahn -, die das flächendeckende Transportangebot komplettieren.

Die Städtische Eisenbahn Krefeld verbindet die am Hafen und im Bereich des Krefelder Großmarktes sowie am Gewerbegebiet Bruchfeld gelegenen Handels- und Indus- trieunternehmen mit dem Netz der DB AG. Sie wird als nichtbundeseigene Eisenbahn des öffentlichen Verkehrs betrieben und stellt seit den Anfangstagen des Krefelder Hafens im Jahre 1906 das wichtigste Verbindungsglied zwischen dem Hafenbecken am Rhein und der Stadt dar.

Die Krefelder Industriebahn bindet das im südlichen Teil Krefelds liegende Industriegebiet an das überregionale Eisenbahnnetz. Der Bahnbetrieb verfügt über insgesamt fünf Lokomotiven und rund 30 eigene Güterwagen; das Gleisnetz umfasst 56 Kilometer. Rund 40 Anschließer besitzen einen direkten Zugang zum Gleisnetz der Hafen- und Bahnbetriebe.

Im Hafengebiet stehen Ansiedlungsmöglichkeiten in vielfältiger infrastruktureller Ausstattung bereit. Dazu zählen unter anderem Flächen mit Ufer- Gleis- und Straßenanschluss, Gewerbeflächen mit Gleis- und Straßenanschluss und Ansiedlungsmöglichkeiten mit Straßenanschluss. Überaus gute Anbindungen zu allen relevanten Verkehrsträgern unterstreichen die geographisch günstige Lage des Rheinhafens Krefeld - egal, ob über Wasser, Schiene oder Straße.Von hier aus bestehen sehr gute überörtliche Straßenanbindungen zur A 57 und A 44 sowie zur B 288 und B 57.


Unternehmensbeiträge:

Transrapid – ein Prestigeobjekt deutscher Ingenieurskunst
Keine Wirtschaft ohne Mobilität – Mit der RBO für Regensburg und Ostbayern
Verkehrsverbund - Erfolg regionaler Kooperation
Schnelle Verbindungen nach Europas Metropolen
Der Transrapid – eine Erfolgsgeschichte kommt nach München zurück

Autorenbeiträge:

Region Hannover – Impulsgeber für Niedersachsen
Herne am Rhein - Kanalgeschichte
Region Wien-Bratislava-Györ-Brünn – neuer europäischer Kooperationsraum
Deutschland – Land der kurzen Wege
Die Logistik-Offensive der Kammern und Städte